- Rechtliches

Allgemeine Geschäfts­bedingungen

Open Visual · Julian Seefeldt & Max Mrowetz · Stand: April 2026

§ 1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Open Visual, Julian Seefeldt & Max Mrowetz, Marpergerstr. 30, 90455 Nürnberg (nachfolgend „Auftragnehmer“) und dem Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“) über die Erstellung von Websites und damit verbundenen Dienstleistungen.

Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.


§ 2 Individualität der Leistung & Liefergegenstand

Alle vom Auftragnehmer erstellten Websites sind individuelle Maßanfertigungen. Es werden keine Standardprodukte, Baukastensysteme oder Templates geliefert. Jedes Projekt wird auf Basis des individuellen Briefings des Auftraggebers konzipiert, gestaltet und entwickelt.

Aufgrund des individuellen Charakters jeder Leistung kann der Auftraggeber kein bereits fertiggestelltes Werk eines anderen Kunden als Vorlage beanspruchen. Inhalt und Umfang der geschuldeten Leistung ergeben sich ausschließlich aus dem jeweiligen Angebot.

Was der Auftraggeber erhält

Mit vollständiger Bezahlung und nach erfolgter Abnahme erhält der Auftraggeber:

  • Die fertig entwickelte, getestete und live geschaltete Website (Deployment auf Vercel oder einem vom Auftraggeber gewählten Hosting-Anbieter)
  • Den vollständigen Quellcode - wahlweise als GitHub-Repository-Zugang (Lesezugriff) oder als ZIP-Archiv
  • Alle für den eigenständigen Betrieb notwendigen Zugangsdaten (Hosting-Dashboard, CMS-Zugang, Domain-Einstellungen), soweit im Leistungsumfang vorgesehen
  • Eine kurze Übergabedokumentation zu Grundpflege und häufigen Anpassungen

Was nicht inklusive ist

Sofern nicht schriftlich vereinbart, sind folgende Leistungen nicht im Projektpreis enthalten:

  • Laufende Hosting- und Domainkosten - diese fallen nach der Übergabe beim Auftraggeber an und werden von diesem eigenverantwortlich getragen
  • Regelmäßige Wartung, Software-Updates und Inhaltsänderungen (auf Anfrage als gesondertes Wartungspaket buchbar)
  • Texte, Bilder, Videos oder sonstige Inhalte, sofern nicht ausdrücklich als Leistungsbestandteil vereinbart

§ 3 Vertragsschluss

Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Auftragnehmer dem Auftraggeber ein schriftliches Angebot (per E-Mail genügt) unterbreitet und der Auftraggeber dieses annimmt. Die Annahme erfolgt durch ausdrückliche schriftliche Bestätigung oder durch Zahlung der Anzahlung gemäß § 5.

Der Auftragnehmer ist berechtigt, Angebote ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Mit dem Vertragsschluss erkennt der Auftraggeber diese AGB an.


§ 4 Ausschluss des Widerrufsrechts

Bei Verträgen mit Verbrauchern (§ 13 BGB) gilt Folgendes: Das gesetzliche Widerrufsrecht erlischt bei Dienstleistungsverträgen gemäß § 356 Abs. 4 BGB, sobald der Auftragnehmer die Leistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.

Für individuell angepasste digitale Inhalte (z. B. Websites, Webanwendungen), die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, erlischt das Widerrufsrecht zudem gemäß § 356 Abs. 5 BGB, sobald die Ausführung mit ausdrücklichem Einverständnis des Verbrauchers begonnen hat und der Verbraucher bestätigt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert.

Mit Auftragserteilung erklärt der Auftraggeber ausdrücklich, dass mit der Leistungserbringung unmittelbar begonnen werden soll, und nimmt zur Kenntnis, dass ein etwaiges Widerrufsrecht damit erlischt.


§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen

Alle genannten Preise sind Nettopreise zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %).

Vorkasse / Anzahlung

Der Auftragnehmer beginnt mit der Projektarbeit erst nach Eingang einer Anzahlung von 50 % des vereinbarten Gesamtpreises. Die verbleibenden 50 % sind vor der finalen Übergabe bzw. Liveschaltung fällig. Alternativ kann im Angebot 100 % Vorkasse vereinbart werden.

Fälligkeit

Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu begleichen. Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu berechnen sowie die weitere Projektarbeit bis zum Eingang des ausstehenden Betrags einzustellen.


§ 6 Stornierung und Projektabbruch

Nach Arbeitsbeginn (Eingang der Anzahlung) ist ein einseitiger Rücktritt vom Vertrag durch den Auftraggeber nicht möglich.

Bricht der Auftraggeber das Projekt ab oder reagiert er nach Aufforderung über einen Zeitraum von mehr als 30 Werktagen nicht, gilt der Vertrag als vom Auftraggeber aufgehoben. In diesem Fall ist der Auftragnehmer berechtigt, den gesamten vereinbarten Auftragswert in Rechnung zu stellen. Bereits geleistete Anzahlungen werden nicht zurückerstattet.

Einvernehmliche Aufhebungsvereinbarungen bedürfen der Schriftform. In diesem Fall wird der bis zum Zeitpunkt der Aufhebung angefallene Arbeitsaufwand vergütet.


§ 7 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Auftragnehmer alle für die Projektdurchführung notwendigen Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Zugangsdaten etc.) sowie ein vollständiges Briefing innerhalb von 7 Kalendertagen nach Vertragsschluss bereitzustellen.

Feedback und Korrekturwünsche zu vorgelegten Entwürfen sind innerhalb von 5 Werktagen schriftlich mitzuteilen. Verstreicht diese Frist ohne Rückmeldung, gilt der vorgelegte Stand als genehmigt.

Nach Fertigstellung und Bereitstellung des Werks zur Abnahme hat der Auftraggeber 14 Kalendertage Zeit, begründete Mängel schriftlich zu rügen. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Rückmeldung, gilt das Werk als abgenommen (Abnahmefiktion).

Verzögerungen, die durch fehlende oder unvollständige Mitwirkung des Auftraggebers entstehen, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers. Entstehender Mehraufwand wird gesondert berechnet.

Der Auftraggeber sichert zu, dass alle bereitgestellten Inhalte frei von Rechten Dritter sind. Er stellt den Auftragnehmer von etwaigen Ansprüchen Dritter frei.


§ 8 Nutzungsrechte

Mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung räumt der Auftragnehmer dem Auftraggeber das einfache, zeitlich und örtlich unbeschränkte Nutzungsrecht an den erstellten Werken für den vertraglich vorgesehenen Zweck ein. Vor vollständiger Bezahlung verbleiben sämtliche Nutzungsrechte beim Auftragnehmer.

Eine Weiterlizenzierung an Dritte ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Auftragnehmers nicht gestattet.

Der Auftragnehmer behält das Recht, das fertiggestellte Werk in seinem Portfolio (Website, Social Media, Printmaterialien) zu nennen und abzubilden, sofern der Auftraggeber nicht ausdrücklich schriftlich widerspricht.


§ 9 Gewährleistung

Der Auftragnehmer gewährleistet, dass das abgelieferte Werk zum Zeitpunkt der Abnahme die vereinbarte Beschaffenheit aufweist. Die Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate ab Abnahme.

Der Auftraggeber hat Mängel unverzüglich nach Entdeckung schriftlich zu rügen. Der Auftragnehmer ist berechtigt, zunächst Nachbesserung zu leisten. Schlägt die Nachbesserung zweimal fehl, kann der Auftraggeber Minderung oder bei erheblichen Mängeln Rücktritt verlangen.


§ 10 Haftung

Der Auftragnehmer haftet nur für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist - außer bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit - ausgeschlossen.

Die Haftung ist der Höhe nach auf den vereinbarten Netto-Auftragswert begrenzt. Für mittelbare Schäden, Folgeschäden oder entgangenen Gewinn wird nicht gehaftet.


§ 11 Vertraulichkeit

Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei nicht an Dritte weiterzugeben und ausschließlich für Zwecke der Vertragserfüllung zu nutzen. Diese Pflicht gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses.


§ 12 Datenschutz

Im Rahmen der Geschäftsbeziehung werden personenbezogene Daten des Auftraggebers verarbeitet. Einzelheiten entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.


§ 13 Einsatz von KI-gestützten Tools

Zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung bei der Erbringung seiner Dienstleistungen behält sich der Auftragnehmer vor, aktuelle KI-gestützte Entwicklungs- und Softwaretools einzusetzen.

Der Auftragnehmer stellt hierbei nach bestem Wissen sicher, dass sensible oder personenbezogene Daten sowie vertrauliche Geschäftsgeheimnisse des Auftraggebers nicht unerlaubt als Trainingsdaten in öffentliche KI-Modelle übertragen werden. Die urheberrechtlichen Nutzungsrechte am abgelieferten Werk gemäß § 8 bleiben hiervon unberührt.


§ 14 Änderungen der AGB

Der Auftragnehmer behält sich vor, diese AGB für künftige Vertragsabschlüsse zu ändern. Auf laufende Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) haben Änderungen keine Auswirkung; insoweit gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen AGB fort. Änderungen auf laufende Verträge bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Verbrauchers.

Gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB): Über Änderungen wird der Auftraggeber per E-Mail informiert. Widerspricht der Auftraggeber nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung schriftlich, gelten die geänderten AGB als anerkannt.


§ 15 Gerichtsstand und anwendbares Recht

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Nürnberg, sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat.


§ 16 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht.

Kontakt: hello@openvisual.de · Telefon: +49 1777518293


Stand: April 2026 · Open Visual, Marpergerstr. 30, 90455 Nürnberg